Geschichte Hammel


Erstmals erwähnt wird Hammel in einer Urkunde am Ende des 12. Jahrhunderts. Dieses Dokument berichtet über die Klosterverlegung des Augustiner-Chorherren-Stifts im 11. Jahrhundert von Muttershofen bei Lützelburg auf einen Hügel, den man “Hamel” nannte.


Hier stand eine Burg, die dann einige Jahre dieses Kloster beherbergte, bis es endgültig nach Augsburg verlegt wurde. Später, nach dem Verfall der Anlage, wurde das Schloss gebaut, das in seiner heutigen Form 300 Jahre besteht. An die Burg erinnert nur noch die Begräbnisstätte der Familie von Stetten, die zuletzt die Ortsherrschaft innehatte.


Neben dem Schloss gab es nur wenige Häuser: 1810 lebten etwa 80 Personen in Hammel. Erst der Zweite Weltkrieg führte zur Vergrößerung des Dorfes. 1946 zählte man immerhin über 400 Einwohner, und heute sind es etwa 800.


Auch das Ortsbild hat sich gewandelt. In den siebziger Jahren unseres Jahrhunderts wurden am Dorfrand zwei Hochhäuser erstellt. Diese Symbole der Neuzeit prägen den heutigen Ortsteil Hammel genauso wie das Schloss und die Burganlage. So wuchs auch in diesem Ortsteil alt und neu zusammen.


Wissens- und Sehenswertes


Wie bereits erwähnt wurde das Schloss Hammel im Jahre 1550 auf dem Gelände der verfallenen Burganlage von Wolfgang Paller erbaut. Im 30jährigen Krieg wurde das Schloss Hammel zerstört und erhielt erst im Jahre 1648 einen Wiederaufbau. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden weitere Ausbaumaßnahmen durchgeführt.


Ca. 200 m neben dem Schloss auf dem Hammelberg befinden sich die Überreste der verschwundenen Burg. Die Burg wurde im 11. Jahrhundert von den Augsburger Bischöfen erbaut und wurde am Anfang des 14. Jahrhunderts zerstört. Heute findet man hier nur noch wenige Mauerreste und den alten Halsgraben.


Vereine: Sportverein, freiwillige Feuerwehr und Arbeiterwohlfahrt.


Von Hammel aus gibt es mehrere Rad- und Wanderwege, die sehr gut beschildert sind und auch für Inliner-Touren geeignet sind.